Begriffsdefinition

Klinische und Gesundheitspsychologen und -psychologinnen

Um Psychologe oder Psychologin zu werden, ist es nötig das Psychologie Studium abzuschließen. Danach ist es empfehlenswert das Curriculum für Klinische und Gesundheitspsychologie zu machen, welches für eine Anstellung meist Voraussetzung ist. Hinzu kommt, dass man nur mit dieser postgraduellen Ausbildung die Berufsberechtigung erhält, um sich selbständig zu machen. Klinische und Gesundheitspsychologen arbeiten methodenübergreifend sowie ziel- und lösungsorientiert. Sie bieten Beratung, Coaching, Diagnostik sowie psychologische Einzel- und Gruppentherapie an. Gesundheitspsychologen arbeiten meist präventiv beratend.

Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen

Psychotherapeuten müssen kein Studium abschließen. Um Psychotherapeut oder Psychotherapeutin genannt werden zu dürfen, müssen Sie als Ausbildung das Propädeutikum und das Fachspezifikum abschließen. Sie werden dort in einer speziellen Therapieschule ausgebildet wie beispielsweise Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie und dürfen, mit Ausnahmen, nur Methoden aus diesem Bereich anwenden.

Psychiater und Psychiaterinnen

Psychiater haben ein Medizinstudium absolviert und danach die Facharztausbildung zum Facharzt für Psychiatrie abgeschlossen. Psychiater sind Ärzte. Im Gegensatz zu Klinischen und Gesundheitspsychologen sowie Psychotherapeuten dürfen Psychiater Medikamente verschreiben. Sie sind in medizinischen Einrichtungen angestellt oder arbeiten in eigener Praxis.

Was bedeutet Psychosomatik?

Der Vorreiter der Psychosomatik, Thure von Uexküll, führte den Begriff "biopsychosoziales System" ein. Damit ist gemeint, dass alle Erkrankungen in Zusammenhang mit biologischen (körperliche/ organische) und psychischen (seelischen) Funktionen stehen. 

Psychosomatische Erkrankungen, ausgedrückt über körperliche Beschwerden wie Verdauungsprobleme oder Schlafstörungen, können durch psychische Symptome wie Stress, Lebenskrisen oder traumatische Erfahrungen ausgelöst oder verstärkt werden.

Kurz: Seelische Belastungen zeigen sich durch körperliche Beschwerden --> psychosomatisch.

Das geht auch umgekehrt. Es können auch durch körperliche bzw. organische Erkrankungen wie Krebs oder Herzinfarkt, psychische Symptome ausgelöst werden wie depressive Verstimmung oder Angststörungen --> somatopsychisch.

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